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Erfolgsfaktoren Unterweisungen

15 Erfolgsfaktoren für Ihre Arbeitsschutzunterweisung

Die nächste Arbeitsschutzunterweisung in Ihrem Betrieb steht an, doch dieses Mal soll sie nicht bloß ein organisatorischer Kraftakt bleiben, sondern Ihre Mitarbeiter auch wirklich nachhaltig vor Risiken schützen? Damit Ihre Unterweisung ein voller Erfolg wird, haben wir in unserem Beitrag 15 Tipps für Sie zusammengefasst

Warum eine erfolgreiche Arbeitsschutzunterweisung so wichtig ist

Bei der Unterweisung Ihrer Angestellten geht es darum, auf allgemeine und tätigkeitsbezogene Gefährdungen im Arbeitsalltag hinzuweisen. Gleichzeitig geben Sie Ihren Beschäftigten wichtige Verhaltensweisen an die Hand, die Arbeitsunfälle sowie berufsbedingte Erkrankungen vorbeugen. Arbeitgeber sind zu diesen Arbeitsschutzunterweisungen gesetzlich verpflichtet. Das gilt vor allem, wenn ein Mitarbeiter eine neue Tätigkeit anfängt. Darüber hinaus müssen Unterweisungen aber auch regelmäßig wiederholt und aufgefrischt werden. Außerdem sollten Sie Ihre Schulungsinhalte gelegentlich anpassen – z. B. bei Veränderungen am Arbeitsplatz.

In der Praxis werden Unterweisungen häufig lieber schnell hinter sich gebracht. Oftmals stellen sie dabei für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber eine recht „trockene“ Angelegenheit dar. Um Arbeitsunfälle effektiv zu verhindern, ist es aber entscheidend, dass Ihre Mitarbeiter wichtige Grundsätze wirklich verstehen und sich deren Bedeutung bewusst sind. Nur dann wenden sie die korrekten Verhaltensweisen auch im Arbeitsalltag an. Dabei können Sie Ihre nächste Arbeitsschutzunterweisung ganz einfach anschaulich und nachhaltig gestalten, indem Sie einige Erfolgsfaktoren beachten.

Wichtige Erfolgsfaktoren für eine gelungene Arbeitsschutzunterweisung

Als Grundlage der von uns vorgestellten Erfolgsfaktoren dient der Forschungsreport der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV, 2017). Dieser unterteilt die Anforderungen an eine Mitarbeiterunterweisung in drei Ebenen: Strukturen, Prozesse sowie Ergebnisse.

Strukturen

Tipp 1: Ihre Arbeitsschutzunterweisung basiert in erster Linie auf den Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG). Daher müssen Sie im ersten Schritt natürlich alle Gesetzesanforderungen erfüllen. Daneben bietet es sich auch an, Ihren Angestellten die geltenden rechtlichen Grundlagen Ihrer Schutzmaßnahmen zu erläutern.

Tipp 2: Legen Sie vor der Unterweisung die organisatorischen Rahmenbedingungen wie bspw. die Durchführungszeit und -dauer fest. Um Ihre Beschäftigten nicht zu überfordern, sollten Sie lieber kurze Themeneinheiten einplanen. Als Richtwert einer Unterweisung empfehlen wir Ihnen eine Dauer von ca. 30 Minuten.

Erfolgsfaktoren Strukturen

Sehr umfangreiche Themenfelder sollten Sie daher besser in kleinere Unterweisungsetappen unterteilen. Vergessen Sie darüber hinaus nicht, im Vorfeld angemessene Räumlichkeiten sowie benötigte Arbeitsmittel oder technische Geräte zu organisieren.

Tipp 3: Wählen Sie den Teilnehmerkreis Ihrer Unterweisung im Vorfeld gezielt aus. Denn sinnvoll ist es, nur die Angestellten zu schulen, die die Themengebiete auch wirklich betreffen. Allgemeine Sicherheitsunterweisungen richten sich meist an alle Beschäftigten, während arbeitsplatzbezogene Schulungen – bspw. zum Umgang mit einer spezifischen Maschine – nur eine kleine Gruppe ansprechen.

Tipp 4: Auch die soziale Unterstützung durch die Vorgesetzten trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg Ihrer Arbeitsschutzunterweisung bei. Deshalb sollte Ihren Mitarbeitern immer ein Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung stehen. Das gilt auch, wenn Sie die Unterweisung in digitaler Form durchführen.

Tipp 5: Ganz wichtig ist, dass Sie jede Unterweisung dokumentieren. Vermerken Sie im Unterweisungsnachweis das konkrete Thema, Datum, Ort sowie die Teilnehmer. Lassen Sie Ihre Angestellten anschließend unterschreiben.

Prozesse

Tipp 6: Kein Lernerfolg ohne Ziel! Legen Sie daher ein klares Ziel für jedes Unterweisungsthema fest. Was sollen Ihre Beschäftigten nach der Unterweisung wissen?

Tipp 7: Aufmerksamkeit und Interesse sind der Grundbaustein jedes Lernprozesses. Motivieren und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie anschauliche Darstellungsformen verwenden und die Relevanz der Inhalte aufzeigen. Durch den Einsatz von praktischen Beispielen und Übungen stellen Sie außerdem einen Alltagsbezug her.

Erfolgsfaktoren Prozesse

Tipp 8: Die Anforderungen Ihrer Arbeitsschutzunterweisung müssen natürlich auch mit den individuellen Leistungsvoraussetzungen Ihrer Teilnehmer übereinstimmen. Daher sollten Sie in jedem Fall den Kenntnisstand und die Erfahrung Ihrer Beschäftigten berücksichtigen und auf das Vorwissen aufbauen.

Tipp 9: Achten Sie darauf, dass Sie die Lerninhalte möglichst übersichtlich darstellen. Dazu gehört es, die Strukturierung und den Ablauf der Unterweisung zu Beginn deutlich zu machen. Neben einem roten Faden sollte Ihre Arbeitsschutzbelehrung aber auch über multimediale Lernmedien verfügen. Am besten kombinieren Sie auditive und visuelle Materialien. Gleichzeitig muss Ihre Unterweisung gut verständlich sein. Überprüfen Sie daher, ob die Sprache auf Ihre Zielgruppe abgestimmt ist. 

Tipp 10: Besonders effizient ist es, wenn Sie Lernende aktiv in die Arbeitsschutzunterweisung einbeziehen. Dies erreichen Sie bspw. mit Hilfe von Diskussions- oder Fragerunden. Darüber hinaus bieten sich hierfür auch digitale Unterweisungen an, in denen Ihre Teilnehmer das Thema eigenständig und interaktiv bearbeiten.

Tipp 11: Haben Sie schon einmal über den Einsatz elektronischer Unterweisungen nachgedacht? Hier profitieren Sie in vielerlei Hinsicht: Ihre Mitarbeiter wählen einen für sie günstigen Teilnahmezeitpunkt aus und verfügen so über mehr Aufmerksamkeit. Zugleich sparen Sie sich organisatorischen Aufwand und Kosten. Neben der grafischen Aufbereitung können Lernende außerdem die Geschwindigkeit der Schulung eigenständig steuern. 

Tipp 12: Fassen Sie die wichtigsten Inhalte am Ende nochmals in Form eines Fazits So bleiben die Kernaussagen der Arbeitsschutzunterweisung im Gedächtnis Ihrer Mitarbeiter.

Ergebnisse und Evaluation

Tipp 13: Wir empfehlen Ihnen, abschließend eine Lernzielkontrolle mit Hilfe von kurzen Verständnistests vorzunehmen. In elektronischen Varianten sind diese oftmals direkt integriert. Gestalten Sie die Wissensüberprüfung dabei nicht wie ein Examen, sondern setzen Sie eher auf spielerische Elemente.

Tipp 14: Die beste Unterweisung bringt Ihnen leider nichts, wenn Ihre Mitarbeiter bei den Arbeitsaufgaben wieder in gewohnte Muster zurückfallen. Der Wissenstransfer ist in der Praxis besonders wichtig. Kontrollieren Sie deshalb, ob das vermittelte Wissen auch im Alltag angewendet wird. Geben Sie Ihren Beschäftigten außerdem eine Rückmeldung zum Lernerfolg. Hierfür reicht ein kurzes Feedback zum individuellen Verhalten. Das verstärkt nicht nur das Wissen, sondern motiviert Ihre Mitarbeiter auch.

Tipp 15: Ziehen Sie am Ende ein persönliches Resümee zur Wirksamkeit Ihrer Unterweisung: Was können Sie beim nächsten Mal verbessern? Holen Sie sich dazu auch das Feedback Ihrer Angestellten ein: Was haben Ihre Teilnehmer gelernt und wie nützlich waren die Themen für ihren Arbeitsalltag? Passen Sie Verbesserungsmöglichkeiten in den zukünftigen Schulungen an.

Wenn Sie die genannten Kriterien bei Ihrer nächsten Arbeitsschutzunterweisung berücksichtigen, dann sollte der erfolgreichen und vor allem sicheren Anwendung im Berufsalltag nichts mehr im Wege stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Unterweisung vor Ort oder digital am Computer oder per App – bspw. mit simwizz – durchführen. Ausschlaggebend ist aber vor allem, dass Ihre Schulung auf die arbeitsplatzbezogenen Gefährdungen und die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung eingeht.

Arbeitsschutzunterweisung mit simwizz

simwizz ist für Kleinst- und Kleinunternehmen die einfachste Möglichkeit, Unterweisungsinhalte digital zu vermitteln und somit den gesetzlichen Unternehmerpflichten nachzukommen:

Mit simwizz sind Sie auf der sicheren Seite!

Quellen:

DGUV (2017): IAG Report 1/2017. Erfolgsfaktoren für Arbeitsschutzunterweisungen – Identifikation und Messung. Online verfügbar unter https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3230 (Abgerufen am 29.11.2021).

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit halber wird im Text das generische Maskulinum verwendet – gemeint sind damit immer alle Geschlechter.

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